Doku über vier Paaren, die sieben Jahren lang mit der Kamera begleitet werden. Neben zwei Paaren, bei denen die filmische Beobachtung mit der Hochzeit einsetzt, stehen eines mit offener Beziehung und eines, bei dem die Voraussetzungen auf dauerhaftes Zusammensein von Beginn schlechter sind. Eine Langzeitstudie, diskret und aus einer gewissen Distanz gefilmt. So aufschlussreich wie sehr kurzweilig. - Ab 14.
In den 1960er-Jahren schickten die USA berühmte Jazzinterpreten wie Louis Armstrong oder Nina Simone auf Werbetouren nach Afrika, um für den Westen Stimmung zu machen, während auf der anderen Seite Menschen wie Malcolm X sich mit den afrikanischen Unabhängigkeitsbewegungen solidarisierten. Der beeindruckende Essayfilm erforscht die Schnittstelle von Jazz, Geopolitik und Kolonialismus während des Kalten Krieges. - Sehenswert ab 16.
Porträt des Oberstaatsanwaltes, Filmkritikers und Schauspielers Dietrich Kuhlbrodt, das sich zu einer Art Zeitreise durch die deutsche Nachkriegsgeschichte verdichten. Der 1932 geborene Jurist probierte immer etwas Neues aus und landet so als Darsteller bei Christoph Schlingensief oder im Theater. In seinen anekdotenreichen Erzählungen spiegelt sich eine schalkhafte Persönlichkeit und ein starker Gerechtigkeitssinn. - Ab 14.
Dreistündiger Essayfilm über Leben, Karriere und Leinwand-Image des US-Schauspielers Henry Fonda (1905-1982). In der sorgfältigen Analyse von Fondas Kinofilmen und Bild- und Ton-Archivmaterial sowie durch Interviews geht es um die Herausbildung der Persona „Henry Fonda“ und die Rolle des Kinos als Instrument der Verzauberung und Entzauberung der USA. - Sehenswert ab 14.
Ein außergewöhnlicher Dokumentarfilm, der sich über fünf Kapitel der Lebensgeschichte eines Mannes annähert, der nach Misshandlungen als Kind für sich selbst und nach außen hin die Identität eines Shoah-Überlebenden annahm. Ohne jede Relativierung gelingt es dem Film, das Verhältnis von psychischer Realität und historischer Wirklichkeit auszuloten.
- Sehenswert ab 16.
Licht macht alles sichtbar, ohne selbst gesehen werden zu können. Seinen traumhaft schönen Wirkungen vom funkelnden Tautropfen bis zu Lichtkaskaden in winterlichen Schneelandschaften forscht der bildmächtige Dokumentarfilm ebenso nach wie der Suche der Physik, den Mysterien der Photonen auf die Spur zu kommen. Am Ende aber überweigt doch das Staunen. - Sehenswert ab 14.