Ein außergewöhnlicher Dokumentarfilm, der sich über fünf Kapitel der Lebensgeschichte eines Mannes annähert, der nach Misshandlungen als Kind für sich selbst und nach außen hin die Identität eines Shoah-Überlebenden annahm. Ohne jede Relativierung gelingt es dem Film, das Verhältnis von psychischer Realität und historischer Wirklichkeit auszuloten.
- Sehenswert ab 16.
Licht macht alles sichtbar, ohne selbst gesehen werden zu können. Seinen traumhaft schönen Wirkungen vom funkelnden Tautropfen bis zu Lichtkaskaden in winterlichen Schneelandschaften forscht der bildmächtige Dokumentarfilm ebenso nach wie der Suche der Physik, den Mysterien der Photonen auf die Spur zu kommen. Am Ende aber überweigt doch das Staunen. - Sehenswert ab 14.
55 Jahre nach einem schulischen Filmunterrichts-Experiment am Luisengymnasium in München versammelt der Filmemacher Edgar Reitz die damalige Klasse erneut um sich und lotet mit ihnen das Projekt und seine Nachwirkungen aus. Ein kluger, hellsichtiger, leicht zugänglicher Film, der vor Augen führt, wie man mit dem Kino ein anderes Sehen und damit auch ein anderes Leben lernt. - Sehenswert ab 14.
Am Shintō-Schrein Gokogu in Ushimado hat sich eine Katzenkolonie angesiedelt. Ortsansässige wie Fremde kümmern sich um die Tiere am Schrein, die ein Quell der Freude, aber auch des täglichen Ärgernisses sind. Im Zyklus der Jahreszeiten formt sich das Bild einer Gemeinschaft, die bei allen Unterschieden und Problemen intakt ist und durch unermüdliche freiwillige Fürsorgearbeit ihre Existenz aufrechterhält. - Sehenswert ab 14.
Sieben arabischstämmige Mädchen, die alle in Eberswalde in Brandenburg wohnen, denken über sich und ihr Leben, aber auch über Träume und Berufsperspektiven nach. Über mehrere Jahre hinweg begleitet sie die Kamera, wobei es weniger um eine beobachtende Dokumentation, sondern um die Gefühle und Empfindungen der Teenager geht. Ein formal versierten, mit unterschiedlichen Bildformaten arbeitender Film. - Sehenswert ab 14.
Eine am Konzept des Camp und einer dezidiert schwulen Atmosphäre und orientierte Beschäftigung mit dem Schriftsteller Thomas Mann und seinem Œuvre, wobei insbesondere der Hochstaplerroman um Felix Krull als Basis dient. Das „Material“ wird dabei dekonstruiert und neu arrangiert, was ebenso frech wie respektabel ist. - Ab 16.