Dietrich Leder

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Geld, Geld, Geld

Der ab 2014 aufgedeckte „Cum-Ex“-Skandal, der den Steuerbetrug durch international vernetzte Großbanken in Höhe von 146 Milliarden Euro umfasst, beschäftigt noch immer die europäischen Gerichte. Mit der achtteiligen Serie „Die Affäre Cum-Ex“ wagen sich das ZDF und dänische Koproduzenten an den Finanzskandal heran und nähern sich ihm aus unterschiedlichen Perspektiven an. Dabei gelingt es Regie und Drehbuch, komplizierte Verfahren anschaulich, spannend und auf spielerische Weise umzusetzen.

Von Dietrich Leder

Leders Journal (39): Rosenthal - Die Show und die Schatten der Shoah

Am 2. April 2025 wäre Fernsehmoderator Hans Rosenthal (1925-1987) 100 Jahre alt geworden. Das ZDF präsentiert zu diesem Anlass neben einer Dokumentation den Spielfilm „Rosenthal“, der sich insbesondere Rosenthals Spiel-Show „Dalli Dalli“ und Kontroversen zwischen dem jüdischen Entertainer und Holocaust-Überlebenden und dem ZDF im Jahr 1978 anlässlich des 40. Jahrestags der Pogromnacht widmet.

Von Dietrich Leder

Leders Journal (37): Immer wieder: Nie wieder

Jahrestage wie die Befreiung von Auschwitz am 27. Januar stellen die Medien vor die Herausforderung, an etwas zu erinnern, an das Jahr für Jahr gedacht wird. Wie vom Zivilisationsbruch erzählen, von dem die einen nichts wissen und die anderen nichts mehr wissen wollen? Wie gut oder weniger gut das gelang, ließ sich am 80. Jahrestag der Befreiung bei den öffentlich-rechtlichen Sendern ARD, ZDF und arte studieren.

Von Dietrich Leder

Leders Journal (36): „Jenseits des Rechts“

In der „Polizeiruf 110“-Reihe erzählt Dominik Graf mit „Jenseits des Rechts“ einen vertrackten Krimi, dessen klassischer Whodunit so konsequent zu Ende gebracht und zugleich so ad absurdum geführt wird, dass am Ende die Verhaftung dem Täter möglicherweise sogar das Leben rettet. Mit Johanna Wokalek hat Graf dabei eine neue Kommissarin gefunden, die seiner Eigenwilligkeit in keiner Weise nachsteht.

Von Dietrich Leder

Leders Journal (35): Lars Becker und „Der gute Bulle“

Unter den deutschen Fernsehkrimis stechen die Filme des Regisseurs Lars Becker durch ihre ambitionierte Machart, ihre gebrochenen Figuren und ihre geradlinigen Plots heraus. Seit mehr als zwanzig Jahren schreibt und inszeniert Becker für das ZDF diverse Langzeitreihen, zuletzt lieferte er den vierten Teil um den von Armin Rohde gespielten „guten Bullen“. In „Heaven can wait“ bekommt es der von Leben und Arbeit gezeichnete Kommissar neben dem erwartbaren Mordfall auch mit einer fatalen Diagnose zu tun.

Leders Journal (XXXIV): "Only Murders in the Building"

Auf Disney+ läuft derzeit die 4. Staffel der Krimi-Comedyserie „Only Murders in the Building“ um ein Trio von Amateurdetektiven. Der verspielte Umgang mit Zitaten aus Kinofilmen und Serien sorgt weiterhin für großes Vergnügen und führt nicht zuletzt zu hintersinnigen Anspielungen auf die Filmbranche. Wobei sich die Serie vor einem wichtigen Vorbild verbeugt: dem Drehbuch- und Romanautor Charlie Kaufman.

Von Dietrich Leder

Leders Journal: Raum für Vieles

Ein Jahrzehnt lang schienen die Streamer und das lineare Fernsehen geborene Todfeinde zu sein, die sich wechselseitig das Publikum abspenstig machen wollten. Inzwischen nivellieren sich die Gegensätze, und auch der Konkurrenzkampf hat sich modelliert. Das ist für Filme und Serien durchaus von Vorteil, wie die aktuelle dritte Staffel von „The Bear“ vor Augen führt.

Von Dietrich Leder