Marius Nobach

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Neu: Filmjahrbuch 2024/2025

Gerade ist der aktuelle Jahresband des „Lexikons des Internationalen Films“ erschienen, der das komplette Kinoangebot von 2024 sowie das Wichtigste aus dem Heimkino versammelt. Außerdem enthält das Buch wichtige Porträts, Interviews und Essays, die im letzten Jahr in filmdienst.de publiziert wurden. Die etablierte Chronik blickt außerdem auf das Filmgeschehen im Spiegel und vor dem Hintergrund gesellschaftlicher und politischer Entwicklungen zurück.

Von Marius Nobach

Rosetta mit einem Lächeln - Nachruf auf Émilie Dequenne

Schon mit ihrem ersten Film „Rosetta“ über eine junge Belgierin aus prekären Verhältnissen erwies sich die 17-jährige Émilie Dequenne als schauspielerisches Naturtalent und wurde 1999 in Cannes ausgezeichnet. Ihr Durchbruch in dem Sozialdrama führte in Frankreich und Belgien zu weiteren anspruchsvollen Rollen in dramatischen Stoffen, aber auch in Komödien, in denen sie selbstbewusste und eigensinnig agierende Frauen verkörperte. Mit 43 Jahren ist sie an einer aggressiven Krebserkrankung gestorben.

Von Marius Nobach


Ein Flair von weiter Welt

Das Olympia-Attentatdrama „September 5“ und der Iran-Thriller „Die Saat des Heiligen Feigenbaums“ sind die Favoriten für den 75. Deutschen Filmpreis 2025. Bei der Bekanntgabe der „Lola“-Auswahl am 17. März entfielen auf die beiden auch international sehr beachteten Filme zehn beziehungsweise sechs Nominierungen. Aber auch Andreas Dresens „In Liebe, Eure Hilde“ und der musiknostalgische Historienfilm „Köln 75“ können sich Hoffnungen auf die Preise machen.

Von Marius Nobach


Fürs Kino brennen - Die Oscar-Verleihung 2025

Das Rennen um die 97. „Oscars“ präsentierte sich vor der Verleihung am 2. März 2025 so offen wie selten. Mit dem als Thriller aufgebauten Papstwahl-Drama „Konklave“, dem Architekten-Epos „Der Brutalist“ und der Independent-Dramödie „Anora“ um eine US-Stripperin und einen russischen Oligarchensohn hatten sich mehrere Filme gleichberechtigt in Stellung gebracht. Bei der Gala wurden die Preise insgesamt unter den nominierten Werken verteilt, am Ende gab es aber doch einen eindeutigen Sieger.

Von Marius Nobach


Berlinale 2025: Magerkost statt Magie - Ein Fazit

Als Jubiläumsausgabe und erster Jahrgang unter der Leitung der US-Amerikanerin Tricia Tuttle hatte die 75. Berlinale im Vorfeld einige Erwartungen geschürt. Doch von Glanz konnte keine Rede sein. Die neue Intendantin weckte keine Hoffnungen auf einen großen Aufbruch. Ein gutes Niveau in den Nebensektionen und achtbare Jury-Entscheidungen verbergen nicht, dass die Berlinale in einer künstlerischen, durchaus auch selbstverschuldeten Krise steckt.

Von Marius Nobach


Berlinale 2025: Nicht jeder Schrei verhallt ungehört

In vielen Filmen, die auf der Berlinale 2025 liefen, standen Pflegekräfte im Zentrum, die hilfsbedürftigen Menschen zur Seite stehen und nicht nur medizinischen Beistand, sondern auch ein offenes Ohr haben. Doch oft ist auch ihre Überforderung und Verlorenheit zu sehen, die ihnen ihre Aufgaben zusätzlich erschweren. Zum Glück verhalt nicht jeder Schrei um Beistand ungehört.

Von Marius Nobach


Berlinale 2025: Ökumenischer Empfang

Die gegenwärtige Gesprächskultur leide darunter, dass der Dialog so schnell polarisiert würde, beschrieb die EKD-Bevollmächtigte Anne Gidion beim Ökumenischen Empfang während der Berlinale die digital überhitzte Öffentlichkeit. Und Gastredner Lars Henrik Gass regte zur „Ideologieunterbrechung“ an, um die destruktiven Folgen des politischen Aktivismus in Grenzen zu weisen.

Von Marius Nobach