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Neu: Filmjahrbuch 2024/2025

Das neue Jahrbuch „Filmjahr 2024/2025. Lexikon des Internationalen Films“ blickt auf das Jahr 2024 aus Sicht von Kino und Filmkultur zurück

Aktualisiert am
27.03.2025 - 17:27:32
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Gerade ist der aktuelle Jahresband des „Lexikons des Internationalen Films“ erschienen, der das komplette Kinoangebot von 2024 sowie das Wichtigste aus dem Heimkino versammelt. Außerdem enthält das Buch wichtige Porträts, Interviews und Essays, die im letzten Jahr in filmdienst.de publiziert wurden. Die etablierte Chronik blickt außerdem auf das Filmgeschehen im Spiegel und vor dem Hintergrund gesellschaftlicher und politischer Entwicklungen zurück.


Ein menschenleerer nordfranzösischer Küstenort außerhalb der Saison ist der Schauplatz des Films, aus dem das Coverbild des neuen Jahresbands 2024/2025 zum „Lexikon des Internationalen Films“ stammt. „Zwischen uns das Leben“ handelt von einem mental ausgelaugten Schauspieler, der über seine Kur in einem tristen Wellness-Ressort unerwartet eine Frau wiedertrifft, mit der er einst liiert war. Über die Begegnung werden ihre einstigen Gefühle wieder freigesetzt und neu betrachtet, sodass beide mit einem sie selbst überraschenden Blick aufeinander und die Welt beschenkt werden.

Einen ganz ähnlichen Effekt hat auch das „Lexikon des Internationalen Films“ als Ganzes. Denn auch der gerade frisch im Schüren Verlag erschienene Jahresband 2024/2025 bietet die Chance, an unerwarteten Orten vielfältige, erstaunliche und bereichernde Entdeckungen zu machen. So zeugt allein schon ein Blick auf die 20 Favoriten der FILMDIENST-Kritiker im Filmjahr 2024 von einem künstlerisch herausragenden Kino-Jahrgang mit dem außergewöhnlichen Auschwitz-Drama „The Zone of Interest“ an der Spitze der Bestenliste und weiteren ehrgeizigen Filmen von „Emilia Pérez“ über „Anora“ bis „Der Junge und der Reiher“, die dort ihren verdienten Platz gefunden haben.

Neben der Jahresliste der Filmfavoriten werden auch die besten Serien 2024 von „La Mesías – Die Auserwählte“ bis „Die Zweiflers“ vorgestellt. Fester Bestandteil des Filmjahrbuchs ist auch das traditionelle lexikalische „Herzstück“: Über 1400 in Kino, im Fernsehen, auf DVD, Blu-ray und im Streaming 2024 neu angelaufene Filme sind hier mit Kurzbesprechungen und den wichtigsten Stabangaben versammelt. Gerade in Zeiten eines immer unübersichtlicher werdenden Heimkinomarktes erscheint der klar strukturierte lexikalische Teil in seiner gedruckten Form unverzichtbarer denn je.

Schon das bloße Durchblättern offenbart einen Schatz, der auch professionellen Beobachtern des Filmangebots viele neue Anregungen vermittelt und aufzeigt, welche Filme unbedingt noch gesehen werden müssten. Zusätzliche Orientierung bietet die Übersicht wichtiger Filmpreise (inklusive der Fülle ökumenischer, katholischer, protestantischer und interreligiöser Auszeichnungen) sowie die Auswahl der „Silberlinge“ 2024. Mit ihnen prämiert der FILMDIENST in bewährter Form außergewöhnliche Heimkino-Editionen und setzt damit ein Zeichen, dass der vermeintlich aussterbende DVD- und Blu-ray-Markt keineswegs unterschätzt werden sollte.


Eine Würdigung des anspruchsvollen Kinos

Doch das Filmjahrbuch erschöpft sich nicht in Übersichten und Bestenlisten. Nicht weniger wichtig ist die Chronik zu wichtigen Ereignissen im Filmbereich im Jahr 2024, die von gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen keineswegs zu trennen sind. Außerdem finden sich im Jahrbuch die wichtigsten der 2024 auf filmdienst.de erschienenen Texte, die sich hier in aller Ruhe lesen lassen. Darunter finden sich etwa eine Würdigung des US-Independent-Studios A24, ein Einblick in die wichtigsten Veröffentlichungen im DVD-Bereich sowie eine Nachzeichnung des wachsenden Widerstandsgeistes des iranischen Kinos gegen das Mullah-Regime. Auch an die Lebensleistungen von Kinogrößen wie Marlon Brando und Kevin Costner wird erinnert, während Porträts wie über den US-Filmemacher Sean Baker und die Schauspielerin Margaret Qualley Aufsteiger des Jahres 2024 würdigen. Vom Potenzial deutscher Filmschaffender künden Interviews mit dem Komponisten Lorenz Dangel und dem Regisseur Edward Berger. Wie die Nachrufe auf verstorbene Kinogrößen von Roger Corman bis zu Alain Delon erinnern sie die Kunst von Filmschaffenden, ohne die kein Kinojahr auskäme.

Der FILMDIENST bleibt mit dem Jahrbuch 2024/2025 einmal mehr seinem Anspruch treu, Filminteressierte als verlässlicher Begleiter durch den Dschungel omnipräsenter Filmangebote und -empfehlungen zu lotsen. Mit dem Kauf des Lexikons erhält man überdies einen vergünstigten Zugang zum Filmdienst-Portal. Neben der Printausgabe des Lexikons gibt es auch eine eBook-Version, die mit Ausnahme des lexikalischen Teils alle Artikel, Silberlinge, Preise und die Chronik aus der Druckausgabe umfasst. Damit lässt sich auf besonders kompakte und übersichtliche Art auf das Filmjahr 2024 zurückschauen.

Filmjahr 2024/2025 (© Schüren Verlag)
Filmjahr 2024/2025 (© Schüren Verlag)


Bibliografische Hinweise

Filmjahr 2024/2025. Lexikon des Internationalen Films. Hrsg. von filmdienst.de und der Katholischen Filmkommission. Redaktion: Jörg Gerle, Felicitas Kleiner, Josef Lederle, Marius Nobach. Schüren Verlag, Marburg 2025. 528 S., zahlr. Abb., 28 EUR. Bezug: Schüren Verlag.

Filmjahr 2024/2025. Lexikon des Internationalen Films. Ebook-Ausgabe. Hrsg. von filmdienst.de und der Katholischen Filmkommission. Redaktion: Jörg Gerle, Felicitas Kleiner, Josef Lederle, Marius Nobach. Schüren Verlag, Marburg 2025. Ca. 300 S., zahlr. Abb., 14,99 EUR. Bezug: Schüren Verlag.

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