Thomas Klein

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Hochbegabt und schwierig

Als Jim Morrison in Oliver Stones Biopic „The Doors“ lieferte Val Kilmer eine legendäre Darbietung ab, an der sich alle nachfolgenden Darstellungen bekannter Popstars messen lassen mussten. Die 1990er-Jahre waren sein Jahrzehnt mit einem weiteren Höhepunkt im Thriller „Heat“. Val Kilmer galt als schwierig, und einfach hat es ihm das Leben auch nie gemacht. Mit 65 Jahren ist er nun an einer Lungenentzündung gestorben.

Von Thomas Klein


Todessehnsucht

Bis heute hat „The Wild Bunch“ nichts von der Eindringlichkeit eingebüßt, mit der Peckinpah 1968 das Western-Genre erneuerte. Antihelden wie der wilde Haufen desillusionierter Outlaws, von dem der Film erzählt, hatte es im US-Kino bislang in der Form nicht gegeben. „The Wild Bunch“ ist der Höhepunkt im Werk eines Regisseurs, der wie nur wenige andere einen stetigen Kampf gegen die Konventionen Hollywoods führte.

Von Thomas Klein



Auf den Ton kommt es an - Werkstattgespräch mit Tonmeister Matthias Lempert

Wenn es nicht gerade spektakuläre Soundeffekte sind, wird der Ton im Film oft nicht als künstlerische Leistung wahrgenommen. Für die filigraneren Nuancen des Klangs braucht es ein feines Ohr. Einer der bedeutendsten deutschen Tonmeister ist Matthias Lempert. Bei „Das Licht“ (jetzt im Kino) arbeitete er zum wiederholten Mal mit Tom Tykwer zusammen. Aber auch die Filme von Andres Veiel oder Angela Schanelec profitieren von Lemperts Tongestaltung.

Von Thomas Klein

Auserwählter Außenseiter - Timothée Chalamet

Mit „Call Me By Your Name“ gelang dem 1995 in New York City geborenen Schauspieler 2016 der Durchbruch; seitdem ist er zu einem der wichtigsten Schauspieler seiner Generation herangereift und hat als Paul Atreides in den Neuverfilmungen von „Dune“ auch das Blockbusterkino erobert. Aktuell glänzt er als junger Bob Dylan in „Like A Complete Unknown“.

Von Thomas Klein


Nachruf auf Jim Abrahams, den Meister des parodistischen Slapsticks

Mitte der 1970er-Jahre kam Jim Abrahams nach Los Angeles, als das „New Hollywood“-Kino gerade in die Blockbuster-Phase überging. 1977 reüssierten er und seine langjährigen Freunde, David und Jerry Zucker, in „Kentucky Fried Movie“ als Drehbuchautoren. „Airplane!“ brachte ihnen 1980 auch den Durchbruch als Regie-Trio. Fortan erneuerten sie die Komödientraditionen der Genreparodie und des Slapsticks für ein cinephiles Publikum. Ein Nachruf auf Jim Abrahams.

Von Thomas Klein

Aha-Momente - Das Internationale Roma-Filmfestival AKE DIKHEA?

In der Kunst- und auch in der Kinogeschichte waren Roma und Sinti lange nur als „Zigeuner“ – mal als Feindbild, mal als romantische Projektion – präsent. Die alten antiziganistischen Klischees in den Köpfen mit neuen, vielfältigen Geschichten zu konterkarieren, ist das Ziel des internationalen Filmfestivals AKE DIKHEA?, das Filme von und mit Roma und Sinti zeigt. Ein Gespräch mit Hamze Bytyçi, dem künstlerischen Leiter, zur achten Festivalausgabe.

Das Gespräch führte Thomas Klein.

Zwischen Tradition und Moderne - Maggie Smith

Als Charakterdarstellerin startete Maggie Smith nach frühen Theatererfolgen auch im Film der 1960er-Jahre durch und zeigte ihre außergewöhnliche Begabung und Vielseitigkeit. Sowohl für das Drama „Die besten Jahre der Miss Jean Brodie“ als auch für die Komödie „Das verrückte California-Hotel“ gewann sie „Oscars“. Später fiel ihr oft das Fach exzentrischer alter Frauen zu. Mit der „Harry Potter“-Reihe und der Serie „Downton Abbey“ wurde sie im hohen Alter noch zur Fan-Ikone.

Von Thomas Klein