© 2024 Netflix, Inc. (Ricardo Darin in "Eternauta")

Neue Serien im April 2025

Von der Graphic-Novel-Adaption "Eternauta" bis zu Staffel 2 von "The Last of Us". Ein Überblick über Serienneustarts quer durch Streamingdienste und Mediatheken.

Aktualisiert am
03.04.2025 - 11:17:37
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Bei Netflix startet eine Serienadaption des argentinischen Graphic-Novel-Klassikers „Eternauta“, bei MagentaTV die finale Staffel der Erfolgsserie „The Handmaid’s Tale“, und bei Sky/WOW kämpfen Pedro Pascal und Bella Ramsey in einer zweiten Staffel von „The Last of Us“ in einer postapokalyptischen Welt einmal mehr ums Überleben.


Auf Buenos Aires rieselt tödlicher Schnee. Er ist eine der Waffen, mit denen Außerirdische die Menschheit attackieren, viele töten und andere versklaven, um mit ihnen als gehirngewaschenen Dienern auch noch die letzten Widerstandsnester auszulöschen. Ein Mann namens Juan Salvo überlebt das Grauen und schließt sich der Rebellion gegen die Invasoren an. Darum geht es in „El Eternauta“, einem argentinischen Graphic-Novel-Klassiker aus dem Jahr 1957, geschrieben von Héctor G. Oesterheld und illustriert von Francisco Solano Lopez. „Der schlicht und düster gezeichnete Schwarz-Weiß-Comic spiegelte ein kollektives Gefühl allumfassender Bedrohung, das in Zeiten des Kalten Krieges und der Angst vor einem Atomkrieg um sich griff“, schrieb Wolfgang Hamdorf anlässlich des Erscheinens einer prachtvollen deutschen Ausgabe des Werks im Avant-Verlag 2016; später wurde die dystopische Fantasie auf traurige Weise wieder aktuell, als ihr Autor nach dem Putsch der Militärs 1976 in Argentinien verschleppt und ermordet wurde.


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Seitdem gab es diverse Versuche, das Opus magnum filmisch zu adaptieren, die aber alle aus diversen Gründen scheiterten – bis jetzt! Am 30. April startet bei Netflix die argentinische Serienverfilmung „Eternauta“, verantwortet von Regisseur und Autor Bruno Stagnaro und beratend begleitet von Martin Oesterheld, einem 1974 geborenen Enkel von Héctor G. Oesterheld.


Zeit der Dystopien

Dystopien scheinen angesichts der aktuellen Weltlage einmal mehr das Genre der Stunde zu sein. Im April geht nun eine der markantesten dystopischen Serien der letzten Jahre in ihr großes Finale: „The Handmaid’s Tale“ frei nach Margaret Atwoods gleichnamigem Roman startet ab 8. April bei MagentaTV in seine sechste, letzte Staffel, und man darf gespannt sein, ob sich die Serienmacher entschlossen haben, den Kampf ihrer Hauptfigur June Osborne (Elisabeth Moss) um Freiheit und ein Ende des totalitär-reaktionären Regimes von Gilead auf einem düsteren oder doch einem optimistischen Akkord enden zu lassen.

Elisabeth Moss schlüpft zum letzten Mal in die Rolle der June Osborne: "The Handmaid's Tale" - Staffel 6 (© Hulu)
Elisabeth Moss in der Rolle der June Osborne: "The Handmaid's Tale" - Staffel 6 (© Hulu)

Und eine noch härtere Dosis Dystopie dürfte die Zuschauer:innen ab 14. April bei Sky/WOW in der zweiten Staffel der exzellenten Computerspielverfilmung „The Last ofUs“ erwarten, angesiedelt in einer postapokalyptischen Welt, in der ein verheerender mutierter Pilz die Menschheit befallen, dezimiert beziehungsweise infiziert hat und zu Zombie-artigen Wesen mutieren ließ. Im Zentrum stehen einmal mehr eine immune junge Frau (Bella Ramsey) und ihr Begleiter und Schützer (Pedro Pascal), die nun rund fünf Jahre nach den Ereignissen in Staffel 1 von dem, was dort am Ende geschehen ist, eingeholt werden, unter anderem in Form einer von Kaitlyn Dever gespielten neuen Frauenfigur. Dabei orientiert sich die Serienfortsetzung am zweiten Teil des Games, ohne sich indes sklavisch an die Vorlage zu halten.


Neues aus dem „Star Wars“-Kosmos

Und nicht gerade heiter sind auch die Zustände, mit denen die Figuren in der zweiten Staffel der vielgelobten „Star Wars“-Serie „Andor“ zu tun haben, die am 23. April bei Disney+ anläuft. Sie spielt in den düsteren Zeiten, in denen sich das tyrannische galaktische Imperium dem Zenit seiner Macht nähert und mit seinen Sturmtruppen und Droiden ein brutales Ausbeutungs- und Unterdrückungsregime aufgebaut hat, bevor dann durch die in „Rogue One“ und im Klassiker „Krieg der Sterne“ (1977) geschilderten Ereignisse die Rebellion dem Imperium durch die Zerstörung des Todessterns eine empfindliche Niederlage beibringen wird.

Der Outlaw schließt sich der Rebellion an: Diego Luna in "Andor" - Staffel 2 (© 2024 Lucasfilm Ltd.)
Der Outlaw schließt sich der Rebellion an: Diego Luna in "Andor" - Staffel 2 (© 2024 Lucasfilm Ltd.)

Staffel 1 von „Andor“ schilderte mitreißend den Weg eines Mannes namens Cassian Andor (Diego Luna) vom Outlaw, der sich auf einem vom Imperium geknechteten Bergbau-Planeten mehr schlecht als recht durchschlägt, zum aktiven Widerständler; in Staffel 2 setzt sich dieser Weg nun fort, um Andor schließlich zu jenem wichtigen Teil der organisierten Rebellion werden zu lassen, der er in „Rogue One“ dann sein wird. An einem starken Kontrahenten wird es dabei nicht fehlen: Der von Ben Mendelsohn in "Rogue One" verkörperte imperiale General Krennic mischt nun auch in der Serie mit.


Letzte Mission: Orgasmus

Es müssen aber nicht immer die großen Dystopien sein; im April warten auch einige kleinere, alltäglichere Bedrohungsszenarien auf Serienheldinnen und -helden. In der tragikomischen Serie „Dying for Sex“, ab 4. April bei Disney+ zu sehen, ist es eine potenziell tödliche Krebserkrankung, die die Protagonistin (Michelle Williams) aus der Bahn wirft und ins Nachdenken über ihr Leben bringt. Wobei ihr schmerzhaft unerfüllte Wünsche, nicht zuletzt auch in Sachen Sex, bewusstwerden – vor allem die schamhaft überspielte Tatsache, dass sie bisher noch nie beim Sex mit einem anderen Menschen einen Orgasmus hatte. Deshalb trennt sie sich von ihrem Mann, um die ihr bleibende Zeit so intensiv wie möglich zu nutzen, um Versäumtes doch noch zu erleben, wobei ihr ihre beste Freundin (Jenny Slate) den Rücken stärkt.

Michelle Williams und Jenny Slate als Freundinnen-Duo in "Dying for Sex" (© 2025 FX.)
Michelle Williams und Jenny Slate als Freundinnen in "Dying for Sex" (© 2025 FX.)

In der schwarzhumorigen Comedy-Serie „Your Friends & Neighbors“, ab 11. April zu sehen bei Apple TV+, ist es schließlich ein beruflicher und ehelicher Schiffbruch, der die Ereignisse in Gang setzt: Ein von „Mad Men“-Star Jon Hamm gespielter Hedgefonds-Manager kämpft nicht nur mit den Folgen seiner Scheidung, sondern ist auch noch seinen Job los; um sozial nicht abzurutschen, beginnt er, seine wohlhabenden Nachbarn in Westmont Village auszurauben – und stößt hinter deren noblen Fassaden auf unerwartet brisante, gefährliche Geheimnisse.


Serienneustarts im April im Überblick


2. April

Das zweite Attentat (ARD-Mediathek; ab 9.4. im Ersten)


4. April

Dying for Sex (Disney+)


8. April

How to sell drugs online (fast) – Staffel 4/Serienfinale (Netflix)

The Handmaid’s Tale – Staffel 6/Serienfinale (MagentaTV)

Raus aus dem Knast, rein in neue Turbulenzen: Maximilian Mundt in der finalen Staffel von "How to sell drugs online (fast)" (© 2025 Netflix, Inc.)
Raus aus dem Knast, rein in neue Turbulenzen: Maximilian Mundt in "How to sell drugs online (fast)" (© Netflix.)

10. April

Crystal Wall (ZDF-Mediathek)


11. April

Your Friends & Neighbors (Apple TV+)


14. April

The Last of Us – Staffel 2 (Sky/WOW)


16. April

Government Cheese (Apple TV+)

The Stolen Girl (Disney+)


17. April

Kampf um den Halbmond – Staffel 2 (arte)


22. April

Die geheimnisvolle Welt der Pinguine (Doku-Serie; Disney+)


23. April

Star Wars: Andor – Staffel 2 (Disney+)


24. April

I Know Your Soul (arte; ab 1.5. im arte TV-Programm)

Eine bosnische Krimidramaserie um eine Staatsanwältin in Sarajevo: "I Know Your Soul" (© Deblokada for BHContentLab/BH Telecom)
 Bosnische Krimiserie aus Sarajevo: "I Know Your Soul" (© Deblokada for BH Content Lab)

25. April

Testo – Staffel 2 (ARD-Mediathek)


26. April

Parallel Me (Paramount+)


30. April

Carême (Apple TV+)

Eternauta (Netflix)

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