© Matriarch Productions (Malachi Kirby in „A Thousand Blows“)

Neue Serien im Februar 2025

Steven Knights „A Thousand Blows“, eine Verfilmung von Ian Rankins John-Rebus-Krimis, die deutsche Serie „KRANK Berlin“ und vieles mehr: Neustarts quer durch Streamingdienste und Mediatheken

Aktualisiert am
06.02.2025 - 11:21:18
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Unter Großbritanniens Drehbuchautoren gehört der 1959 geborene Steven Knight zu den renommiertesten; aus seiner Feder stammen nicht nur Filme wie David Cronenbergs „Eastern Promises“ oder Pablo Larrains „Spencer“ und „Maria“, sondern auch Serien wie „The Detectives“, „Taboo“ und vor allem der Hit „Peaky Blinders“. Bei Disney+ startet im Februar nun sein neues Serienprojekt „A Thousand Blows. Der in „Peaky Blinders“ ausgelebten Genre-Vorliebe für Gangsterstoffe und Figuren, die sich in sozial rauen Gegebenheiten durchschlagen müssen, bleibt Knight auch hier treu, wobei das „Durchschlagen“ in „A Thousand Blows“ ganz wörtlich zu verstehen ist: Im Mittelpunkt steht ein Jamaikaner, den es ins Viktorianische Großbritannien und ins Londoner East End verschlägt, wo er als Boxer reüssiert, mit einer toughen Frauengang zu tun bekommt und in einem von Stephen Graham verkörperten älteren Kämpfer auf einen harten Konkurrenten trifft.

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Harte Typen

Sich mühsam durchschlagen muss auch der schottische Ermittler John Rebus: Die Ermittler-Figur aus Ian Rankins erfolgreichen Kriminalromanen, die in früheren Serien von John Hannah und Ken Stott verkörpert wurde, erlebt in der neuen Serie „Rebus“ (zu sehen ab 6. Februar bei MagentaTV) eine Auferstehung, diesmal gespielt von Richard Rankin. Wie in den Romanen bekommt es der melancholische schottische Cop in Edinburgh mit der dortigen kriminellen Unterwelt, nicht zuletzt seiner Nemesis, dem Gangster Jack Cafferty, zu tun und kämpft obendrein mit diversen privaten Problemen.

Ermittlungen in edinburgh: Ian Rankins "Rebus" (© 2024 Viaplay Group)
Ermittlungen in Edinburgh: Ian Rankins "Rebus" (© 2024 Viaplay Group)

Hart durchgreifen muss schließlich auch ein weiteres Mal Ex-Militärpolizist Jack Reacher (Alan Ritchson): Ab 20. Februar läuft bei Amazon Prime die dritte Staffel von „Reacher“ nach Lee Childs Thriller-Reihe. Den Stoff liefert diesmal der Roman „Der Janusmann“: Um einen Ring von Waffenschmugglern hochgehen zu lassen, lässt sich Reacher in einer gewagten Finte darauf ein, sich undercover bei einem reichen Geschäftsmann einzuschleusen, der in den Ring involviert ist, und bekommt es mit einem besonders brutalen Verbrecher aus seiner Vergangenheit zu tun.


Die Sonderkommissionen ermitteln

Außerdem trägt auch eine neue deutsche Krimiserie zum Spannungsprogramm im Februar bei. Regisseur Stefan Krohmer inszeniert mit „Spuren“ ein True-Crime-Drama nach der Buchvorlage „Soko ERLE“ von Walter Rath und erzählt von der Arbeit einer Sonderkommission, die einen brutalen Sexualmord im Breisgau aufklären soll. „Authentisch beschrieben wird die monatelange Arbeit, deren akkurate Beschreibung uns nicht nur zur Ermittlung des Täters führt, sondern auch in das Reich von teils skurrilen Spuren und deren Geschichten“, versprechen die Macher der Serie, die ab 7. Februar in der ARD-Mediathek bereitsteht und ab 15. Februar im Ersten ausgestrahlt wird. Als leitende Kriminalrätin steht dabei Nina Kunzendorf im Zentrum.

"Spuren" (© SWR/Luis Zeno Kuhn)
"Spuren" (© SWR/Luis Zeno Kuhn)

In der neuen Netflix-Serie „Zero Day“ (zu sehen ab 20. Februar) ist es derweil niemand geringerer als Altstar Robert De Niro, der mit brisanten Ermittlungen betraut wird. Er verkörpert einen ehemaligen US-Präsidenten, der von der gegenwärtigen Amtsinhaberin nach einer verheerenden Cyberattacke in eine „Zero Day“-Kommission berufen wird, um die Hintergründe des Anschlags aufzudecken. Die Aufgabe entpuppt sich als höchst komplex, denn es kristallisiert sich mehr und mehr heraus, dass es die Ermittler bei der Suche nach der Wahrheit nicht nur mit Verbrechern zu tun haben, sondern mit konkurrierenden Machtinteressen von Tech-Moguln, Wall-Street-Größen und Politikern sowie einem Netz aus Fake News, gezielten Desinformationskampagnen und Verschwörungstheorien.


Das erste deutsche Apple-Serienoriginal

Außerdem gibt es ab 26. Februar das erste deutsche Serienoriginal von Apple TV+ zu entdecken. In Zusammenarbeit mit dem ZDF entstanden, erzählt die Serie „KRANK Berlin“ von einer jungen Ärztin, die nach einem privaten Schiffbruch neu durchstarten will und die Leitung der Notaufnahme in einer überlasteten Berliner Klinik übernimmt. Ein Job, der sich als Tour de Force entpuppt, auch weil das unterbezahlte und überbeschäftigte Personal den Neuerungen, die sie einführen will, mit Widerstand begegnet.

Notaufnahme-Chaos in "KRANK Berlin" (© Apple Studios)
Notaufnahme-Chaos in "KRANK Berlin" (© Apple Studios)

Im besten Fall schneiden sich die Regisseure Fabian Möhrke und Alex Schaad inszenatorisch eine Scheibe von „The Bear“ ab und implementieren das Hochdruck-Gefühl der Erfolgsserie in das Krankenhausszenario, das auch einen kritischen Blick aufs deutsche Gesundheitssystem zu werfen verspricht.


Training für die Lachmuskeln

Wem im kühlen Februar dagegen eher nach Stoff zum Lachen und reichlich Sonne ist, der kann sich ab 17. Februar bei Sky/WOW auf neue, schräg-satirische Strandabenteuer in der Comedyserie „The White Lotus“ freuen. Die mehrfach ausgezeichnete gleichnamige HBO-Comedyserie geht in ihre dritte Staffel, diesmal unter Mitwirkung von Stars wie Patrick Schwarzenegger, Michelle Monaghan, Jason Isaacs und Parker Posey. Außerdem ist in der neuen Staffel, die einmal mehr ein Traumurlaubsszenario als Steilvorlage für gesellschaftssatirische Spitzen nimmt, der Deutsche Christian Friedel mit von der Partie.

Geht in die 3. Staffel: "The White Lotus" (© Home Box Office, Inc.)
Geht in die 3. Staffel: "The White Lotus" (© Home Box Office, Inc.)

Und ebenfalls urkomisch dürfte es in der Pixar-Animationsserie „Win or Lose“ zugehen, die in humorvoller Weise um Leistungsethos, Erfolgsdruck und Versagensängste kreist – festgemacht an einem Schüler-Softball-Meisterschaftsspiel. Im Fokus stehen acht verschiedene Charaktere, die auf verschiedene Weise hoffen, zu gewinnen – sei es der Knirps, der hofft, sich im Softball-Spiel möglichst gut zu schlagen oder zumindest nicht heillos zu blamieren, oder der Schiedsrichter, der zwar auf dem Platz das Sagen hat, in Liebesdingen aber ziemlich unsicher ist.

"Win or Lose" (© Pixar/Disney+)
"Win or Lose" (© Pixar/Disney+)

Serienneustarts im Überblick:


6. Februar

Apple Cider Vinegar (Netflix)

Cassandra (Netflix)

Ian Rankin’s Rebus (Disney+)

Invincible – Staffel 3 (Animationsserie; Amazon Prime)


7. Februar

Spuren (ARD-Mediathek; ab 15.2. im Ersten)


11. Februar

Rapa (arte-Mediathek; ab 13.2. bei arte)


17. Februar

The White Lotus – Staffel 3 (Sky/WOW)


19. Februar

Win or Lose (Animationsserie; Disney+)


20. Februar

Nismet – Ein ungewöhnliches Mädchen (arte-Mediathek; ab 27.2. bei arte)

Reacher – Staffel 3 (Amazon Prime)

Zero Day (Netflix)

Robert De Niro in "Zero Day" (© JOJO WHILDEN/Netflix)
Robert De Niro in "Zero Day" (© JOJO WHILDEN/Netflix)

21. Februar

A Thousand Blows (Disney+)

Surface – Staffel 2 (Apple TV+)


23. Februar

1923 – Staffel 2 (Paramount+)


26. Februar

KRANK Berlin (Apple TV+)


27. Februar

House of David (Amazon Prime)

Toxic Town (Netflix)

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