© ZDF/Luca Baggio (Julia Koschitz und Manuel Rubey in "Ewig Dein")

Ewig Dein (ZDF)

Thriller-Adaption um eine Frau, deren Liebster nach der Trennung zur Bedrohung wird - am 14.4., 20.15-21.45 im ZDF (ERSTAUSSTRAHLUNG)

Veröffentlicht am
02.04.2025 - 15:45:52
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Man kann gut nachvollziehen, warum sich die Wienerin Judith Löbmeyr (Julia Koschitz), Besitzerin eines illustren Lampengeschäfts, in den Architekten Hannes (Manuel Rubey) verliebt, den sie zufällig im Supermarkt kennenlernt: Er ist gutaussehend, charmant, aufmerksam und lässt es nicht an Zeichen seiner Liebe fehlen. Doch mehr und mehr gerät die neue Beziehung in eine Schieflage, aus Aufmerksamkeit wird für Judith Übergriffigkeit, Hannes entpuppt sich zunehmend als besitzergreifend und verabreicht Judith Psychopharmaka, um sie gefügig zu halten – bis sie schließlich Schluss mit ihm macht. Oder es zumindest versucht. Denn Hannes ist, wie sich bald zeigt, keineswegs bereit, das Ende der Beziehung zu akzeptieren. Aus der einstigen Liebe wird für Judith ein Albtraum.

Die Verfilmung von Daniel Glattauers gleichnamigem Roman beginnt als Romanze und entwickelt sich mehr und mehr zum Psychothriller, der die Dynamik einer ins Toxische gleitenden Beziehung beklemmend nachvollzieht. Inszeniert von Johanna Moder, ist der Film nah am Erleben der weiblichen Hauptfigur dran, für die nicht nur die direkte Bedrängung durch ihren ehemaligen Liebhaber mehr und mehr zur Bedrohung wird, sondern vor allem auch dessen manipulative Art, die darauf abzielt, sie von ihrem Umfeld zu isolieren.


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