Anlässlich
des Todes von Sängerin und Schauspielerin Jane Birkin erinnern zahlreiche Nachrufe an ihr Flair als Stil-Ikone und It-Girl, das in
den 1960er-Jahren an der Seite von Serge Gainsbourg zum Star avancierte. Aber
auch ihr Beitrag zum französischen Kino verdient es, im Gedächtnis zu bleiben.
„Ich mag das Loch
nicht. Es ist zu persönlich. Als ob man jemanden anstarren würde“, antwortet Jane Birkin auf Agnès Vardas Frage, warum sie dem „Blick“ der
Kamera so hartnäckig ausweiche. Die Filmemacherin Agnès Varda filmt ein
Selbstporträt der Schauspielerin Birkin, das schon qua Titel als Gleichung
auftritt: „Jane B. par Agnès V.“ (1988). Um die Blickverhältnisse
zu erweitern, zu verwirren und zu egalisieren, installiert sie zu Beginn einen
Spiegel, in dem sich nicht nur Birkin verdoppelt, sondern bald auch ihre, Vardas
Reflektion, erscheint. Birkin, die die Analogie von Kamera und Spiegel nicht so
richtig überzeugt, versucht sich selbst mit einem Trick zu überlisten: „Ich
schaue dich an, aber nicht in die Kamera. Sie könnte eine Falle sein.“