Das jährliche Symposium der Akademie für Film- und Fernsehdramaturgie findet in diesem Jahr erstmals in Wien statt. Es steht vom 10. bis 12. April unter dem Motto „Frieden im Film“. Veranstaltungsort ist die Aula am Campus der Universität Wien. Hochkarätige besetzte Panels und Vorträge loten Frieden dabei nicht nur als politisches Ideal, sondern auch als Nucleus unterschiedlichster erzählerischer Narrative aus, die gesellschaftlich inspirierend wirken und Dialoge initiieren können.
Mehr denn je spürt man derzeit, dass der Status quo einer weitgehend friedlichen Epoche keine Garantie mehr für die Zukunft darstellt. „Wir leben in einer fragilen, von Krisen, Konflikten und kriegerischen Auseinandersetzungen geprägten Welt“, heißt es lapidar in der Programmausschreibung zum 18. „Top: Talente“-Symposium der Film- und Fernsehakademie, das in diesem Jahr vom 10. bis 12. April erstmals in Wien stattfindet. „In solch einer Situation“ wird die Sehnsucht nach Frieden und Stabilität immer größer. Nach Frieden auf den Makro-Ebenen, aber auch nach Frieden als einem Zustand innerer Gelassenheit und Ruhe und nach einer friedvollen, dem anderen wohlwollend begegnenden Koexistenz.“
Nucleus unterschiedlichster Narrative
Frieden ist dabei nicht nur ein politisches Ideal, sondern auch ein Nucleus unterschiedlichster Narrative, die medial vermittelt werden können. Filme mit ihrer Fähigkeit, Empathie zu wecken und globale Themen auch in persönlichen Geschichten erfahrbar zu machen, können dafür eine besondere Rolle spielen. Das Thema „Frieden im Film“ ist daher mehr als ein Sujet. Er ist vielmehr eine Reflexion unserer Sehnsüchte, Ängste und Hoffnungen. Gesellschaftlich können Filme inspirieren, Brücken zu bauen und Dialoge zu beleben. Filme können dazu beitragen, Versöhnung und Frieden über den Konflikt zu stellen. Und psychologisch betrachtet, verfügen sie über die Fähigkeit, jeden Einzelnen in die Auseinandersetzung mit den Vorstellungen von Gewalt und friedlichem Miteinander zu verstricken.
Das Symposium will die verschiedensten Dimensionen der filmischen Bearbeitung der Friedensthematik erkunden und diskutieren: Welche Geschichten fördern ein friedlicheres Miteinander? Welche künstlerischen Mittel machen den Frieden im Film spürbar und erlebbar? Wie können wir heute glaubhaft vom Frieden erzählen? Was leisten Filme, die Frieden nur im Negativbild seiner Abwesenheit thematisieren und damit die Sehnsucht nach ihm evozieren? Besteht heute für die Filmbranche eine besondere Verantwortung, auf die aktuellen Krisenlagen zu reagieren?
Mit den Vorträgen, Diskussionsrunden und Filmen lädt das hochkarätig besetzte Symposium zur Reflexion darüber ein, wie Filme die Sehnsucht nach Frieden mit konstruktiven und phantasievollen Impulsen beflügeln und damit zu einer friedlicheren Welt beitragen können. Gesprächspartner und Referenten sind unter anderem die Regisseure Marcus Vetter und Daniel Harrich, die Drehbuchautorin Laila Stieler, der Politologe Heinz Gärtner, die Theologen Reinhold Zwick, Wolfgang Palaver und Joachim Valentin sowie als Gastredner Norbert Lammert. Unter anderem werden die Filme „Das Herz von Jenin“, „Meister des Todes“ und „In Liebe, Eure Hilde“ gezeigt. Details und ausführlichere Informationen finden sich im Programm des Symposiums.
Anmeldungen noch möglich
Tagungsort ist die Aula der Universität Wien. Es gibt noch ein paar freie Plätze. Anmeldungen nimmt das Sekretariat von Top: Talente entgegen. Die Teilnahmegebühr beträgt 450 Euro und beinhaltet die Tagungsgebühr, Kaffeepausen während der Tagung sowie ein gemeinsames Abendessen inklusive Getränke am ersten Abend.