In den 1950er- und 1960er-Jahren wurde die Casa Susanna, ein kleines Holzhaus am Fuß der Catskill Mountains im US-Bundesstaat New York, zum heimlichen Treffpunkt von Crossdressern, die dort, teilweise in Begleitung ihrer Ehefrauen, Wochenenden verbrachten. Zwei mittlerweile 80 Jahre alte Frauen, Diana und Kate, waren damals Teil der Gruppe und berichten aus einer Epoche, in der Trans-Identitäten erstmals ins öffentliche Bewusstsein rückten.
Der Dokumentarfilm von Sébastien Lifshitz porträtiert die Crossdressing-Community der Casa Susanna und erzählt gleichzeitig die Geschichte der queeren Bewegung zwischen McCarthy-Ära und sexueller Revolution. Hinzu kommen Interviews mit Nachfahren. Durch die Offenheit der Befragten und die einfühlsame Präsentation ihrer Aussagen entsteht das warmherzige Porträt eines Refugiums in einer feindseligen Epoche und der schmerzhaften wie heilsamen Prozesse im Leben der Betroffenen. – Sehenswert ab 14.