Der US-amerikanische Schauspieler Val Kilmer lässt sich in keine Schublade stecken. Er gilt als streitlustiger Rebell, der immer wieder für negative Schlagzeilen sorgte, als schwer zu bändigender Extentriker, aber auch als grotesker Clown, der nicht genügend Abstand zu seinen Rollen fand.
Nachdem während einer Tournee mit Mark-Twain-Geschichten im Jahr 2015 ein Kehlkopfkarzinom entdeckt und operativ entfernt wurde, war seine Stimme stark beeinträchtigt. In der 2020 erschienenen Autobiografie „I’m Your Huckleberry“ schreibt Kilmer über seine Krankheit.
Der Dokumentarfilm von Leo Scott und Ting Poo fußt auf Videoaufnahmen, die Kilmer über vier Jahrzehnt lang von sich, seinem Leben und auch den Dreharbeiten an Blockbuster-Sets gemacht hat. Sie erlaubt einen einzigartigen Blick in das Leben eines Filmstars.
In den teils jahrzehntealten Videos grübelt Kilmer über seine Familie und seinen künstlerischen Antrieb, den Tod seines jüngeren Bruders Wesley und den Versuch, durch die Illusion des Schauspielens die Wahrheit zu finden.
Im Zusammenschnitt der Filmemacher entsteht daraus ein schonungsloses, ebenso witziges wie warmherziges Porträt über einen vielschichtigen Mann und Künstler, der im Leben nichts ausgelassen hat. – Ab 14.