Vom 22. bis 27. April 2025 lädt das Festival für Dokumentarfilm in Hamburg zu seiner 22. Ausgabe ein. Neben aktuellen deutschen Highlights sind viele internationale Produktionen zu sehen, die einen vielschichtigen Blick auf die Welt eröffnen. Eine Werkschau ist der Filmemacherin Kristina Konrad gewidmet.
Die 22. „dokumentarfilmwoche hamburg“ findet in diesem Jahr in der Woche nach Ostern vom 22. bis 27. April statt. Spielorte sind die Kinos Metropolis, 3001 Kino, B-Movie und das Lichtmeß sowie erstmals das Clubkino im Slot, wo primär Musikfilme gezeigt werden. Eine Werkschau ist der Filmemacherin Kristina Konrad gewidmet. Das Festival setzt damit nach Tamara Trampe und Karin Berger die Reihe mit Filmemacherinnen fort, die ein besonders Gespür für ihre Protagonist:innen aufweisen. Zu den Highlights zählt auch die Weltpremiere von „NYC, 10. Oktober 2022“ von Heinz Emigholz, in dem er sich mit dem Comiczeichner Art Spiegelman beschäftigt.
Der Eröffnungsfilm ist „La Base“ von Vadim Dumesh, er handelt vom Lebensraum der Taxifahrer:innen rund um den Pariser Flughafen. Auch andere migrantische Lebensrealitäten ziehen sich in unterschiedlichsten Ausprägungen durchs Programm. „Das Deutsche Volk“ von Marcin Wierzchowski widmet sich als Langzeitbeobachtung den Angehörigen der Menschen, die 2022 bei dem rassistischen Anschlag in Hanau ermordet wurden. „Gefangene des Schicksals“ folgt Menschen aus dem Iran und Afghanistan, die auf der Flucht in der Schweiz Schutz suchen. Nicole Vögele beobachtet in „The Landscape and the Fury“ Begegnungen an der bosnischen EU-Außengrenze. Und „Dear Beautiful Beloved“ konfrontiert mit der Realität des Krieges in der Ukraine und Menschen, die in den Kriegsgebieten Tote bergen und Verletzte evakuieren.
Die Dokumentarfilmwoche ist seit 22 Jahren fester Bestandteil der Hamburger Filmfestivalszene. Sie dient als lokaler Treffpunkt für Dokumentarfilminteressierte, aber auch als Plattform für die Filmkultur und den Austausch mit internationalen Filmemachern. Gezeigt wird eine große Bandbreite an Produktionen, die von experimentellen, ohne Fördermittel erstellten Dokumentarfilmen bis zu internationalen Co-Produktionen reicht.
Hinweis
Weitere Informationen über das Filmprogramm, Diskussionsrunden und Werkstattgespräche findet man auf der Webseite der Dokfilmwoche.