Der iranische
Regisseur Mohammad Rasoulof und sein Film „The Seed of the Sacred Fig“ hielten
das Politische doch nicht ganz von Cannes fern, was dem Festival einen
bewegenden Abschluss bescherte. Nachhaltiger aber war das Bemühen, Filme zu
zeigen, in denen die Perspektive von Frauen ins Zentrum rückt – und sei es in das
der bravourösen Sexarbeiterinnen-Komödie „Anora“ von Sean Baker, die mit der
„Goldenen Palme“ geehrt wurde.
Ganz geklappt hat es
nicht mit der Absicht, politische Themen aus dem 77. Festival in Cannes
(14.-25.5.2024) herauszuhalten. Zum Auftakt verkündete Cannes-Chef Thierry Frémaux
noch, dass sich das Politische nur auf der Leinwand abspielen werde. Doch schon
einen Tag zuvor war bekannt geworden, dass sich der iranische Regisseur Mohammad Rasoulof auf der Flucht befinde. Dem mehrfach inhaftierten und mit
Arbeits- und Ausreiseverboten belegten Filmemacher drohten erneut eine
langjährige Haftstrafe und Peitschenhiebe. Deshalb zog nicht nur sein heimlich entstandener
Film „