© rbb/WDR ("Die Mörder sind unter uns" von Wolfgang Staudte)

Die Mörder sind unter uns (arte)

Der erste deutsche „Trümmerfilm“: Eine Auseinandersetzung mit Schuld und Gewissen - am 7.4., 20.15-21.45 Uhr, bei arte

Aktualisiert am
29.03.2025 - 15:59:04
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Der erste deutsche Nachkriegsfilm überhaupt: In der Berliner Trümmerlandschaft begegnet der ehemalige Unterarzt Mertens (Ernst Wilhelm Borchert), den das Kriegserlebnis quält, jenem Hauptmann Brückner (Arno Paulsen) wieder, der zu Weihnachten 1942 an der Ostfront in Russland die Erschießung von Frauen und Kindern veranlasste. Inzwischen lässt der Mann als Fabrikant aus Stahlhelmen Kochtöpfe pressen und feiert sein Weihnachtsfest als biederer Familienvater ohne eine Spur von Schuldbewusstsein.

In ausdrucksstarkem Helldunkel gefilmt, begann Wolfgang Staudte mit diesem Film seine für die nächsten zwanzig Jahre im deutschen Kino weitgehend allein verfochtene Aufarbeitung der NS-Verbrechen. Wenngleich symbolüberfrachtet, ist „Die Mörder sind unter uns“ einer der wenigen deutschen „Trümmerfilme“, der eine ernsthafte Auseinandersetzung mit Schuld und Gewissen sucht. – Ab 14.

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