Der unsichere Einzelgänger Quoyle (Kevin Spacey) heiratet eine Prostituierte (Cate Blanchett), die bald bei einem Autounfall ums Leben kommt. Mit der gemeinsamen Tochter flüchtet Quoyle daraufhin in die Heimat seiner Vorfahren ins frostige, entlegene Neufundland. Schritt für Schritt wird die neue Heimat für Quoyle zu einer Art Selbstfindung. Die wortkargen Menschen in dem Dorf seiner Vorväter akzeptieren ihn mit gelassener Selbstverständlichkeit, geben ihm sogar Arbeit bei der örtlichen Lokalzeitung. Und er findet zögernd und unsicher Kontakt zu einer Witwe (Julianne Moore), deren Leben ebenso aus Geheimnissen und bitteren Erfahrungen besteht wie das seine.
Die mit atmosphärischer Eindringlichkeit und beiläufigem Humor von Lasse Hallström inszenierte Verfilmung des Romans von E. Annie Proulx legt den im Mittelpunkt stehenden seltsamen Einzelgänger aus der stimmungsvollen Beschreibung der Umwelt heraus an. Die ebenso poetischen wie symbolischen Bilder einer in ewiger Winterlichkeit erstarrten Hemisphäre führen in ein faszinierendes Zwischenreich von Mysterien und Realität, aus dem heraus sich die kuriosen Charaktere verstehen lassen. – Sehenswert ab 14.