Gemessenen Schrittes wandert ein junger Mann die sonnenüberflutete Landstraße hinab. Als das in der Innentasche seines Anzuges verborgene Handy zu läuten beginnt, meldet er sich höflich, um flugs in ein ominöses Gespräch verwickelt zu werden. Der akustische Eindruck, der sich in dieser ersten Szene von Thomas Vinterbergs Film „Das Fest“ (vgl. Kritik in fd 1/1999, S. 28) vermittelt, läßt eher an die Sterilität eines Krankenhausflures als an die Geräuschkulisse des dänischen Hinterlandes denken: Nicht der Hauch eines Windes, der die Blätter der Baumkronen umspielt, kein Zwitschern der vereinzelt sichtbaren Vögel ist zu vernehmen. Unter dem kargen Wortwechsel liegt nichts als die dumpfe Resonanz eines wie von fern hallenden Ganges.
Wer die atmosphärenreiche Originalfassung dieses dogmenkonformen Meisterwerks gesehen hat, kann kaum umhin, angesichts der deutsch synchronisierten Version bitterböse enttäuscht zu sein. Doch im Angesicht