Nachruf auf Angelica Domröse

Zwischen den Extremen

Die 1941 geborene Angelica Domröse war eine der bekanntesten Darstellerinnen der DDR, die am Berliner Ensemble und ab ihrem Filmdebüt „Verwirrung der Liebe“ auch im Kino Erfolg hatte, insbesondere mit „Die Legende von Paul und Paula“. Auch nachdem sie 1980 in die Bundesrepublik gewechselt war, glänzte sie weiterhin mit ihrem intensiven Spiel. Eine Würdigung der am 15. Mai 2026 verstorbenen Schauspielerin.

Von Stephan Ahrens

Sehenswerte Filme

Immortals - Bagdads Jugend erhebt ihre Stimme

  • Schweiz 2024
  • R: Maja Tschumi

Der hybride Dokumentarfilm erzählt von einer jungen Frau und einem jungen Mann aus dem Irak, die 2019 an den Protesten gegen die Zustände im Land teilnehmen. Der klug montierte Film entfesselt durch eine fließende Kamera und die prägnante Musik starke Emotionen, ohne Analyse und Informationsgehalt zu vernachlässigen. - Sehenswert ab 14.

Eagles of the Republic

  • Dänemark 2025
  • R: Tarik Saleh
  • Mit: Fares Fares

Komplexer Politthriller um einen ägyptischen Filmstar, der bei Studios und Behörden in Ungnade fällt. Um seine Karriere zu retten, willigt er ein, den Staatspräsidenten in einem Propagandafilm zu verkörpern. Dabei muss er sich nicht nur der ideologischen Ausrichtung des Films unterwerfen; er gerät auch in eine politische Verschwörung zum Erhalt der Autokratie. - Ab 16.

Vivaldi und ich

  • Italien 2025
  • R: Damiano Michieletto
  • Mit: Tecla Insolia

Im Venedig des 18. Jahrhunderts erhalten Mädchen in einem Waisenhaus eine ausgezeichnete musikalische Ausbildung, das Frauenorchester genießt hohes Ansehen. Eine zwanzigjährige Geigerin findet in dem Komponisten Antonio Vivaldi einen wohlmeinenden Mentor. Das stilsichere Historiendrama entfaltet die Emanzipationsgeschichte einer Frau, die ihre Passion zu verteidigen versucht. - Ab 14.

Lexikon des internationalen Films

Die Doku „Brian Jones und die Rolling Stones“

Der britische Gitarrist Brian Jones zählte neben Mick Jagger und Keith Richards zu den Gründungsmitgliedern der Rolling Stones. Im Unterschied zu seinen Mitstreitern kam er aber mit der Professionalisierung des Showgeschäfts nicht klar. Einige Wochen nach seinem Hinauswurf aus der Band wurde er tot in seinem Swimmingpool gefunden. Der Dokumentarfilm von Nick Broomfield kann sich allerdings nicht so recht zwischen Jones’ Lebensgeschichte und einem Porträt der Rockband entscheiden.

Von Dietrich Leder

Julia Ducournau

Wenn man einen Horrorfilm schaut, macht man eine Art Reinigung durch. Man erlangt Kontrolle über seine Ängste, egal ob rational oder irrational. Ich schätze das sehr. Aber es ist eine Katharsis: echte Angst, wenngleich in einem sicheren Raum.

Neu in Mediatheken

Miss Austen Regrets

  • Großbritannien 2008
  • R: Jeremy Lovering
Ein Drama um die späten Lebensjahre der Schriftstellerin Jane Austen (1775-1817).
Bis 22.6. in der ARD-Mediathek

Die bleierne Zeit

  • BR Deutschland 1981
  • R: Margarethe von Trotta
Psychologisches Melodram um zwei Schwestern.
Bis 18.6. in der arte-Mediathek

The Straight Story

  • USA 1999
  • R: David Lynch
  • Mit: Richard Farnsworth
Sanftes Road Movie durch die USA von David Lynch.
Bis 14.6. in der ARD-Mediathek

TV aktuell

Zero (Das Erste)

  • Deutschland 2021
  • R: Jochen Alexander Freydank
Online-Journalistin ermittelt gegen einen Digitalkonzern. Science-Fiction-Drama.
27.5., 20.15-21.45, Das Erste

Serie: Push - Staffel 2 (zdf_neo)

  • Deutschland 2024
  • R: Katja Benrath
  • Mit: Mariam Hage
Fortführung der Serie um drei Hebammen in der Geburtsstation einer Berliner Klinik.
27.5., 21.45-23.20, zdf_neo (Erstausstrahlung)

French Kiss (Super RTL)

  • USA 1995
  • R: Lawrence Kasdan
  • Mit: Meg Ryan
Eine romantische 1990er-Komödie mit Meg Ryan und Kevin Kline.
27.5., 22.10-00.30, Super RTL

DVD | BD | Streaming Tipps

The Boroughs

  • Bei Netflix: Eine Mystery-Serie um eine Seniorensiedlung, die von Monstern heimgesucht wird und wo die Bewohner auf sich gestellt sind, weil ihnen niemand die Angriffe glaubt.

The Librarians

  • Bei filmfriend: Dokumentarfilm über Schulbibliothekarinnen, die sich in einigen US-Bundesstaaten gegen Versuche von Interessengruppen und Behörden wehren, zum angeblichen Schutz von Kindern unliebsame Bücher zu verbannen.

Der Fremde

  • Auf DVD & digital: In exquisiten Schwarz-weiß-Bildern gefilmte Adaption des berühmten Romans von Albert Camus.

Das Glück hat acht Arme

  • Bei Netflix: Fantasievolles Außenseiterdrama über eine einsame Witwe und einen jungen Gitarristen, die sich auf mysteriöse Weise mit einem großen Oktopus anfreunden.

La Grazia

  • Bei MUBI: Paolo Sorrentinos Drama um einen fiktiven italienischen Staatspräsidenten, der in seinen letzten Tagen im Amt ein Gesetz zur Legalisierung von Sterbehilfe unterzeichnen und über zwei Gnadengesuche entscheiden soll, während er mit seiner eigenen Vergänglichkeit konfrontiert wird.

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