Yayoi Kusama & die Filmavantgarde

Im Rausch der Selbstauflösung

Im Kölner Museum Ludwig ist derzeit eine Ausstellung der japanischen Künstlerin Yayoi Kusama zu sehen, bei der auch der 23-minütige Kurzfilm „Kusama’s Self-Obliteration“ gezeigt wird. Er entstand in Zusammenarbeit mit dem Experimentalfilmer Jud Yalkut und ist eines der bedeutendsten Filmdokumente über Kusamas US-amerikanische Schaffenszeit. Der inszenatorische Anteil von Kusama an diesem Werk wurde bislang ignoriert. Zeit für eine Revision.

Von Daniel Kothenschulte

Sehenswerte Filme

Arco

  • Frankreich 2025
  • R: Ugo Bienvenu

Ein neugieriger Junge stiehlt den Regenbogen-Flugmantel seiner älteren Schwester, fällt bei einem Flugversuch acht Jahrhunderte durch die Zeit zurück und landet im Jahr 2075 in einer technologisierten, aber emotional distanzierten Welt. Der Animationsfilm betont Naturverbundenheit und vermittelt eine optimistische Botschaft über Veränderung und Vertrauen in die nächste Generation. - Ab 10.

All We Ever Wanted

  • Deutschland 2024
  • R: Frédéric Jaeger
  • Mit: Charity Collin

Eine junge Frau, ihr schwuler bester Freund und ihr Lover machen zusammen Luxus-Ferien auf einer kanarischen Insel. Als sie nach wenigen Tagen unverhofft fast ganz ohne Geld dastehen, definieren sie ihren Aufenthalt spontan zu Abenteuerferien um. Das inhaltlich vage bleibende Drama zieht durch sensationelle Landschaftsaufnahmen und in seiner Vermischung von Realem und Traumhaftem in Bann. – Ab 16.

Siri Hustvedt - Dance Around the Self

  • Schweiz 2025
  • R: Sabine Lidl

Die 1955 geborene US-Schriftstellerin Siri Hustvedt schöpft in ihren Werken aus Psychoanalyse, Phänomenologie sowie eigenen Erfahrungen. Das dokumentarische Porträt skizziert ihr vielschichtiges Schaffen durch Passagen aus ihren Büchern, ergänzt um animierte Zeichnungen von Hustvedt. Durch die Krebsdiagnose und den Tod ihres Mannes Paul Auster wandelt sich der Film zudem zur Trauerarbeit. Ein intellektuell reichhaltiges Doppelporträt. - Sehenswert ab 16.

Lexikon des internationalen Films

Ab 24.4. auf Kinotour: „Rose“

Der Historienfilm „Rose“ von Markus Schleinzer erzählt von einer Frau, die im 17. Jahrhundert versucht, sich als Mann getarnt eine neue Existenz aufzubauen; Hauptdarstellerin Sandra Hüller wurde für ihre eindringliche Verkörperung bei der Berlinale 2026 mit einem „Silbernen Bären“ geehrt. Bevor der Film nun am 30. April bundesweit in die Kinos kommt, gibt es eine Kinotour durch mehrere Städte mit Markus Schleinzer und Teilen von Cast & Crew.

Hafsia Herzi

Ich filme meine Figuren und ihre Gesichter gerne. Ich will ihre Atmung spüren, ihre Emotionen, selbst wenn nichts passiert. Ich liebe Haut und all das, was man an ihr als unperfekt wahrnehmen kann.

Neu in Mediatheken

Vor mir der Süden

  • Deutschland 2020
  • R: Pepe Danquart
Eine Reise durch Italien auf den Spuren von Pier Paolo Pasolini.
Bis 5.5. in der arte-Mediathek

TV aktuell

Das gestohlene Bild (arte)

  • Frankreich 2024
  • R: Pascal Bonitzer
Dramatische Komödie um ein frühes Bild von Egon Schiele.
8.4., 20.15-21.45, arte (Erstausstrahlung)

Klandestin (arte)

  • Deutschland 2024
  • R: Angelina Maccarone
  • Mit: Habib Adda
Thriller um vier Personen, die ein Geheimnis miteinander teilen.
8.4., 22.35-00.40, arte

Rogue Trader (BR)

  • Deutschland 2021
  • R: David Preute
Drama über die schillernde Finanzwelt und das Spiel mit Millionen.
8.4., 01.10-02.20, BR

DVD | BD | Streaming Tipps

Crime 101

  • Bei Amazon Prime: Heist-Movie um einen geschickten Dieb entlang des Highway 101 in Los Angeles, dem bei einem besonders gewagten Raubzug ein hartnäckiger Polizist und unzuverlässige Komplizen in die Quere kommen.

Wie das Leben manchmal spielt

  • Auf DVD/BD & digital: Eine Gesellschaftskomödie um einen mürrischen Richter aus Le Havre, der eine junge Ex-Kellnerin als Fahrerin engagiert und darüber wieder Freude am Leben findet, während sie neue Perspektiven entdeckt.

The Fall and Rise of Reggie Dinkins

  • Bei Sky/WOW: Eine pointierte Sitcom rund um einen einstigen Football-Star, der im Zug eines Skandals ins Abseits geriet und nun hofft, sich mit Hilfe eines Dokumentarfilmers zu rehabilitieren.

Sorry, Baby

  • Auf DVD & digital: Ein melancholisches Drama über eine US-amerikanische Literaturstudentin, die mit den Nachwirkungen eines sexuellen Übergriffs ringt.

Rental Family

  • Auf DVD/BD & digital: Komödie um einen in Japan lebenden US-Schauspieler, der von einer Firma engagiert wird, um Familienmitglieder oder Freunde für Fremde zu spielen und ihre Einsamkeit zu lindern.

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Scream 7

USA 2026
R: Kevin Williamson
Mit: Neve Campbell