Jacqueline Jansen über „Sechswochenamt“

Die vielen Gesichter der Trauer

Die 1994 geborene Filmemacherin Jacqueline Jansen erarbeitete sich das Regiehandwerk über Praktika an Filmsets. Ihr Spielfilmdebüt „Sechswochenamt“ (ab 18.6. im Kino) entstand ohne klassische Filmförderung. Der autobiografisch grundierte Film kreist um eine Studentin, die nach dem Tod ihrer Mutter weitgehend allein die Beisetzung organisieren muss, und thematisiert die Suche nach den „richtigen“ Formen von Trauer.

Von Wolfgang Hamdorf

Sehenswerte Filme

Die kleine Amélie oder Der Charakter des Regens

  • Frankreich 2025
  • R: Maïlys Vallade

Die Tochter eines belgischen Diplomaten wird in Japan geboren und lebt zuerst in einer regungslosen Starre. Erst mit zweieinhalb Jahren erwacht sie zum Leben. Aus der Perspektive eines Kleinkinds erzählt der Animationsfilm eine berührende Geschichte über den Weg in die Gemeinschaft. In kunstvoll arrangierten Bildern löst er auch ästhetisch Grenzen auf. - Sehenswert ab 10.

Meine Frau weint

  • Deutschland 2026
  • R: Angela Schanelec
  • Mit: Agathe Bonitzer

Ein Anruf lässt einen Mann zu seiner Frau ins Krankenhaus eilen. Sie erzählt ihm von einem anderen Mann, den sie in einem Tanzkurs kennenlernte und der gerade verstorben ist. Auch das Leben anderer Paare um sie herum ist von Verlust und Versuchen der Wiederannäherung bestimmt. Höchst sinnlich kreist der Film um die unbeantwortbare Frage, was Menschen zusammenhält und beieinanderbleiben lässt. - Sehenswert ab 16.

Disclosure Day - Der Tag der Wahrheit

  • USA 2026
  • R: Steven Spielberg
  • Mit: Emily Blunt

Ein IT-Sicherheitsexperte hat viele Informationen über die Existenz von Außerirdischen auf der Erde gesammelt. Doch ein Regierungsagent stellt sich ihm wie auch einer Fernseh-Moderatorin in den Weg, als sie ihre Erkenntnisse über die Aliens öffentlich machen wollen. Ein klug geschriebener und perfekt inszenierter Science-Fiction-Film, in dem Aliens den Menschen nicht feindlich gegenüberstehen. - Sehenswert ab 14.

Lexikon des internationalen Films

Porträt von „Julia Ducournau “
Julia Ducournau

Wenn man einen Horrorfilm schaut, macht man eine Art Reinigung durch. Man erlangt Kontrolle über seine Ängste, egal ob rational oder irrational. Ich schätze das sehr. Aber es ist eine Katharsis: echte Angst, wenngleich in einem sicheren Raum.

Neu in Mediatheken

Katharina Stark, Luna Jordan in „Dead Girls Dancing“

Dead Girls Dancing

  • Deutschland 2023
  • R: Anna Roller
  • Mit: Luna Jordan
Drama um drei Freundinnen, die in einem verlassenen italienischen Dorf stranden.
Bis 28.5.2028 in der ARD-Mediathek

TV aktuell

Harrison Ford in „Auf der Flucht“

Auf der Flucht (VOX)

  • USA 1993
  • R: Andrew Davis
  • Mit: Harrison Ford
Schnörkelloser Kriminalfilm um einen Arzt, der verzweifelt nach dem Mörder seiner Frau sucht.
13.6., 23.00-01.35, VOX

DVD | BD | Streaming Tipps

The Terror - Devil in Silver

  • Bei MagentaTV: Dritte Staffel der Anthologie-Horrorserie "The Terror": Ein Mann wird in eine psychiatrische Klinik eingewiesen, in der es nicht mit rechten Dingen zuzugehen scheint.

Good Luck, Have Fun, Don't Die

  • Auf DVD/BD/4KUHD & digital: Gore Verbinskis Science-Fiction-Komödie um einen Zeitreisenden, der die Welt vor der KI-Apokalypse retten will und Mitstreiter unter den Gästen eines Restaurants sucht.

Blue Moon

  • Auf DVD/BD & digital: Richard Linklaters biografische Tragikomödie um den psychisch instabilen Songtexter Lorenz Hart am Abend der Premiere des Musicals „Oklahoma!“ im Jahr 1943.

Spider-Noir

  • Bei Amazon Prime: Eine Serie um eine Spider-Man-Variante aus einem an den Film noir angelehnten Paralleluniversum, die als „Hard Boiled Detective“ mit einem brisanten Fall zu tun bekommt.

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Dao

Frankreich 2026
R: Alain Gomis
Mit: Katy Correa

In the Grey

Großbritannien 2026
R: Guy Ritchie
Mit: Henry Cavill

Whistle

Kanada 2025
R: Corin Hardy
Mit: Dafne Keen

Solo Mio

USA 2026
R: Charles Francis Kinnane
Mit: Kevin James