Wirklichkeit als Werbung?
„Based on a true Story“ Filme

Wirklichkeit als Werbung?

Filme nach wahren Ereignissen wie demnächst Danny Boyles „Ink“ über den kometenhaften Aufstieg der Zeitung „The Sun“ unter Chefredakteur Larry Lamb haben Konjunktur. Welche Gründe und Motive stecken dahinter? Anlässlich des Readers „Based on a True Story“, der in 21 Essays das Verhältnis von auf Tatsachen beruhenden Filmen zur „Wahrheit dahinter“ untersucht, widmet sich Jörg Marsilius verschiedenen Facetten dieses Themas. 

Von Jörg Marsilius

Sehenswerte Filme

Drei Freundinnen

  • Frankreich 2024
  • R: Emmanuel Mouret
  • Mit: Camille Cottin

Drei Freundinnen aus Lyon erleben Höhen, Tiefen und Tücken des Liebeslebens. Die von einem überzeugenden Ensemble und einem feinfühligen Drehbuch getragene Tragikomödie handelt von der Fragilität der Liebe. Der Film spürt klug und berührend den sich wandelnden Gefühlen der Figuren nach und feiert den Mut, sich trotz aller Unsicherheiten auf das Wagnis einzulassen, das mit der Liebe verbunden ist. - Sehenswert ab 14.

Im Spiegel meiner Mutter

  • Deutschland 2026
  • R: Jutta Brückner
  • Mit: Corinna Harfouch

Ein Psychodrama um eine Archäologin, die mit einer neuen Assistentin eine bedeutende Entdeckung aus dem Moor untersuchen will, während sie mit der Erinnerung an ihre jüngst verstorbene Mutter ringt. Mit Anleihen bei Wissenschaftskrimi und Mystery knüpft die Filmemacherin Jutta Brückner an frühere Werke über die Komplexität von Mutter-Tochter-Beziehungen an. - Sehenswert ab 16.

Funeral Casino Blues

  • Deutschland 2025
  • R: Roderick Warich
  • Mit: Chaiwat Bualuang

Im nächtlichen Zentrum von Bangkok freunden sich eine junge Frau und ein Barkeeper an, die beide ihre Familien in der Provinz unterstützen. Dennoch wollen sie ihre Träume und Sehnsüchte nicht ganz aufgeben. Die flirrend-fieberhafte Ballade verschränkt die Genres und Erzählebenen durch ein dichtes Netz aus Verweisen, Zwängen und Spiegelungen. Ein traumnaher, hypnotischer Film. - Sehenswert ab 16.

Lexikon des internationalen Films

Buster Keaton in "The Love Nest"

Stummfilmtage Bonn 2026

Am 13. August beginnt im Arkadenhof der Bonner Universität das sommerliche Stummfilmfestival. Unter den Filmen finden sich in diesem Jahr neben Klassikern von Buster Keaton und Lewis Milestone auch internationale Entdeckungen aus Schweden, Indien oder Italien.

Von F D

Porträt von „Eva Trobisch “
Eva Trobisch

Als deutsche Gesellschaft haben wir nach der Wende versagt. Eine Welt ist in der anderen aufgegangen. Das ist wie wenn zwei zusammenziehen und der eine seine Möbel bringt, während der andere seine draußen als Sperrmüll stehen lässt.

Neu in Mediatheken

Louise Brealey, Annabel Scholey in „Chuck Chuck Baby“

Chuck Chuck Baby

  • Großbritannien 2023
  • R: Janis Pugh
  • Mit: Louise Brealey
Liebesfilm um eine Arbeiterin aus Wales, deren erste Liebe wieder in ihrer Kleinstadt auftaucht.
Bis 10.9. in der ARD-Mediathek
Kirsten Dunst in "Melancholia"

Melancholia

  • Dänemark 2023
  • R: Lars von Trier
  • Mit: Kirsten Dunst
Lars von Triers kunstsinnig verrätselte Reflexion über den Tod.
Bis 10.9. in der arte-Mediathek

TV aktuell

Poster zu "Papillon" von Frank J. Schaffner

Papillon (mdr)

  • USA 1973
  • R: Franklin J. Schaffner
  • Mit: Steve McQueen
Gefängnisfilm um die dramatische Flucht eines willenstarken Häftlings.
14.8., 22.50-01.20, mdr

DVD | BD | Streaming Tipps

Tip Toe

  • Bei HBO Max: Eine Serie, die sich anhand der eskalierenden Spannungen zwischen einem älteren schwulen Barbesitzer und seinem Nachbarn, einen wirtschaftlich angeschlagenen, frustrierten Elektriker, an wachsender Homophobie und gesellschaftlicher Spaltung abarbeitet.

The Shards

  • Bei Disney+: Eine Serie nach Bert Easton Ellis' Roman um einen Jugendlichen aus privilegierten Verhältnissen, der Anfang der 1980er-Jahre in Los Angeles aufwächst.

The Last House

  • Bei Netflix: Ein Katastrophen-Kammerspiel über eine Familie, die von einem Tag auf den anderen ihr Haus nicht mehr verlassen kann und sich über Jahre mit dem Eingesperrtsein arrangieren muss.

The Dink

  • Bei Apple TV+: Warmherzige Sportkomödie um ein gescheitertes Tennis-Ass, das über das ungeliebte Pickleballspiel wieder zurück ins Leben findet.

My Mother's Wedding

  • Auf DVD & digital: Ein Ein Familiendrama über drei erwachsene Schwestern, die in ihr Elternhaus zurückkehren, weil ihre Mutter, eine zweifache Witwe, zum dritten Mal heiratet.

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Everytime

Deutschland 2026
R: Sandra Wollner
Mit: Birgit Minichmayr

Flieg steil

Deutschland 2024
R: Martina Schöne-Radunski
Mit: Ceci Chuh