Über „Wanda“ von Barbara Loden

Roh, wahrhaftig & nie ganz zu fassen

Die mit nur 48 Jahren verstorbene US-Filmemacherin Barbara Loden inszenierte 1970 mit „Wanda“ einen der ungewöhnlichsten Filme der New-Hollywood-Ära. Bei der Premiere auf der "Mostra" in Venedig gewann er den Preis der Internationalen Filmkritik, verschwand dann aber in der Versenkung. Heute gilt "´Wanda" als moderner Klassiker. Das singuläre Werk läuft ab Donnerstag, 9. April, wieder im Kino. 

Von Esther Buss

Sehenswerte Filme

Siri Hustvedt - Dance Around the Self

  • Schweiz 2025
  • R: Sabine Lidl

Die 1955 geborene US-Schriftstellerin Siri Hustvedt schöpft in ihren Werken aus Psychoanalyse, Phänomenologie sowie eigenen Erfahrungen. Das dokumentarische Porträt skizziert ihr vielschichtiges Schaffen durch Passagen aus ihren Büchern, ergänzt um animierte Zeichnungen von Hustvedt. Durch die Krebsdiagnose und den Tod ihres Mannes Paul Auster wandelt sich der Film zudem zur Trauerarbeit. Ein intellektuell reichhaltiges Doppelporträt. - Sehenswert ab 16.

Alpha

  • Frankreich 2025
  • R: Julia Ducournau
  • Mit: Mélissa Boros

Ende der 1980er-Jahre lässt sich eine 13-jährige Schülerin auf einer Party tätowieren. Doch die Wunde will nicht verheilen. In der Schule verbreitet sich das Gerücht, dass sie sich mit einer hochansteckenden Krankheit infiziert habe. Nähe und Verbundenheit erlebt sie nur mit ihrem Onkel, der an einem Virus erkrankt ist, welcher Menschen versteinern lässt. Ein bildmächtiges Drama über die Gefährdung des Menschlichen. - Sehenswert ab 16.

Romería - Das Tagebuch meiner Mutter

  • Spanien 2025
  • R: Carla Simón
  • Mit: Llúcia Garcia

Eine 18-jährige Frau, die nach dem frühen Tod ihrer Eltern bei der Familie ihrer Mutter in Barcelona aufgewachsen ist, reist zum ersten Mal zur Familie ihres Vaters an die Atlantikküste von Galicien. Dort begegnen ihr aber widersprüchlicher Erzählungen über ihre Eltern, die nicht zu dem Bild passen, das sie sich bislang von ihnen gemacht hat. Ein autobiografisch inspiriertes Drama über Macht und Ohnmacht des Erinnerns, Verdrängen und Verschweigen. - Sehenswert ab 16.

Lexikon des internationalen Films

MUBI im April 2026

Der Arthouse-Streamingdienst präsentiert Kleber Mendonça Filhos Erfolgsfilm „The Secret Agent“ sowie eine kleine Retrospektive seines Schaffens. Außerdem feiern die Doku „My Undesirable Friends Part I“ über russische Journalisten und den Druck von Putins Regime Streaming-Premiere. Und eine Reihe widmet sich dem Paranoia-Kino.

Von Felicitas Kleiner

Hafsia Herzi

Ich filme meine Figuren und ihre Gesichter gerne. Ich will ihre Atmung spüren, ihre Emotionen, selbst wenn nichts passiert. Ich liebe Haut und all das, was man an ihr als unperfekt wahrnehmen kann.

Neu in Mediatheken

Vor mir der Süden

  • Deutschland 2020
  • R: Pepe Danquart
Eine Reise durch Italien auf den Spuren von Pier Paolo Pasolini.
Bis 5.5. in der arte-Mediathek

Unternehmen Petticoat

  • USA 1959
  • R: Blake Edwards
  • Mit Cary Grant, Tony Curtis
Kriegsfilm-Satire von Blake Edwards mit Cary Grant und Tony Curtis.
Bis 12.4. in der 3sat-Mediathek

TV aktuell

Das gestohlene Bild (arte)

  • Frankreich 2024
  • R: Pascal Bonitzer
Dramatische Komödie um ein frühes Bild von Egon Schiele.
8.4., 20.15-21.45, arte (Erstausstrahlung)

Klandestin (arte)

  • Deutschland 2024
  • R: Angelina Maccarone
  • Mit: Habib Adda
Thriller um vier Personen, die ein Geheimnis miteinander teilen.
8.4., 22.35-00.40, arte

Rogue Trader (BR)

  • Deutschland 2021
  • R: David Preute
Drama über die schillernde Finanzwelt und das Spiel mit Millionen.
8.4., 01.10-02.20, BR

DVD | BD | Streaming Tipps

Crime 101

  • Bei Amazon Prime: Heist-Movie um einen geschickten Dieb entlang des Highway 101 in Los Angeles, dem bei einem besonders gewagten Raubzug ein hartnäckiger Polizist und unzuverlässige Komplizen in die Quere kommen.

Wie das Leben manchmal spielt

  • Auf DVD/BD & digital: Eine Gesellschaftskomödie um einen mürrischen Richter aus Le Havre, der eine junge Ex-Kellnerin als Fahrerin engagiert und darüber wieder Freude am Leben findet, während sie neue Perspektiven entdeckt.

The Fall and Rise of Reggie Dinkins

  • Bei Sky/WOW: Eine pointierte Sitcom rund um einen einstigen Football-Star, der im Zug eines Skandals ins Abseits geriet und nun hofft, sich mit Hilfe eines Dokumentarfilmers zu rehabilitieren.

Sorry, Baby

  • Auf DVD & digital: Ein melancholisches Drama über eine US-amerikanische Literaturstudentin, die mit den Nachwirkungen eines sexuellen Übergriffs ringt.

Rental Family

  • Auf DVD/BD & digital: Komödie um einen in Japan lebenden US-Schauspieler, der von einer Firma engagiert wird, um Familienmitglieder oder Freunde für Fremde zu spielen und ihre Einsamkeit zu lindern.

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