Falsche Betroffenheit
Bei den Diskussionen um Wim Wenders und die Bilder der 13-jährigen Nastassja Kinski vermisst man einen näheren Bezug zu dem Film „Falsche Bewegung“. In dem irren die Protagonisten wie Wanderschauspieler auf der Durchreise durch die an Goethes „Wilhelm Meisters Lehrjahre“ angelehnte Handlung. Sie umkreisen eine Leere, aus der sie sich nicht befreien können. Das hat viel mit der Entstehungszeit des Films, aber auch mit seiner Ästhetik und dem künstlerischen Selbstverständnis von Wenders zu tun.
Von Josef Nagel